Real-Time Supply Chain Planung

Erfolg durch Echtzeit im Unternehmen

Betriebswirtschaftliche Effekte

...aus Echtzeit im Unternehmen sind nachweisbar. Viele betriebliche Prozesse unterlagen in den letzten Jahren einer beschleunigten Änderung ihrer Randbedingungen und Ziele. Im Bereich des SCM verändern sich produktionslogistische Rahmenbedingungen sehr viel schneller und stärker als noch vor etwa zehn Jahren. So schwanken Rohstoffpreise und Wechselkurse sehr viel stärker, Transportzeiten haben sich stark verkürzt, Nachschubstrategien entwickeln sich in Richtung just-in-sequence oder just-in-time und Produktlebenszyklen werden tendenziell kürzer. Unternehmen, die schnell und richtig auf die zunehmende Frequenz und Amplitude der Veränderungen reagieren können, haben einen Wettbewerbsvorteil, den es in diesem Maße vor zehn oder mehr Jahren wegen der damals stabileren Rahmenbedingungen noch nicht gab.

Die Nachfrage der Nutzer nach Echtzeit wächst

In einer Studie des Marktanalysten Trovarit AG wurden im Jahr 2012 über 2000 ERP-Anwender zum Handlungsbedarf bei ERP-Systemen befragt. Mit 17% wurde der Wunsch nach einer besseren Performance am häufigsten von allen Befragten geäußert.

In einer anderen Umfrage von Raad bei über 200 IT-Leitern und CEOs von Unternehmen, die SAP ERP im Einsatz haben wurde nach verbesserungswürdigen Geschäftsprozessen gefragt. Es zeigte sich, dass insbesondere die Prozesse "Strategische Planung", "Advanced Planning and Scheduling" und "Sales and Operations Planning" mit Nennungen von je über 25% trotz Einsatz von SAP ERP und trotz Verfügbarkeit von SAP HANA noch als verbesserungswürdig eingeschätzt wurden.

Die Technologie ist verfügbar

Zur Entwurfszeit heute verwendeter betrieblicher Systeme in den 1990er Jahren galten sowohl Hauptspeicher als auch Rechenleistung als knappe und teure Ressourcen. Während im Jahr 1995 ein GB Hauptspeicher noch 30.000 USD kosteten, sind es im Jahr 2014 nur noch weniger als 6 USD. Die etwa 5000-fache Datenmenge kann damit heute zu gleichen Preisen wie zur Entwurfszeit im Hauptspeicher der Systeme ausgewertet werden. Gleichzeitig steht die etwa 300-fache Rechenleistung pro CPU bei vergleichbaren Preisen zur Verfügung. In-Memory Datenbanken wie SAP HANA, IBM DB2 blu oder Oracle Exadata sind ausgereift und können mit überschaubarem Aufwand mit ERP-Systemen verwendet werden. Mit der SAP Suite on HANA stehen zudem inzwischen auch ERP-Systeme basierend auf In-Memory-Datenbanken zur Verfügung.

Illustration

Beim Silberpreis z.B. war das Potenzial aus einer real-time-Preisaktualisierung im Jahr 2012 etwa viermal so groß wie im Jahr 2004. <Grafik>

Komplexe Geschäftsprozesse wie die strategische Planung oder die SOP-Planung sind in bestehenden ERP-Systemen noch nicht genügend performant.
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Während die Geschwindigkeit der Datenübertragung  bei Festplatten zwischen 1995 und 2014 nur um ca. den Faktor 20 zugenommen hat, sind im gleichen Zeitraum die Kosten für RAM auf ein Füntausendstel gesunken. Dabei ist RAM mind. 200 mal schneller als  Festplatten.
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